Ein Zeichen setzen

Tag der Schöpfung: Gottesdienst mit 150 Besuchern

Das Verkehrszeichen ist eindeutig beim ökumenischen Gottesdienst anlässlich des Tags der Schöpfung, der seit Mitte der achtziger Jahre auf dem Volkmarsberg von den beiden Kirchengemeinden im Verbund mit der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins begangen wird.

Pfarrer Martin David (li.) und Pfarrer Ulrich Marstaller hielten gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst auf dem Volkmarsberg. (Fotos: ls)

„Lobet den Herren“ singt der katholische Kirchenchor unter Leitung von Joachim Hug. „Die Schöpfung gehört allen, deswegen feiern wir ökumenisch“, verweist Pfarrer Martin David von der katholischen Kirchengemeinde auf die Bedeutung des Tages. Die größte Gefahr für Gottes Schöpfung seien die Menschen selbst, die die Erde rücksichtslos ausgebeutet und Lebensraum vernichtet hätten, betont der katholische Geistliche. „Wir brauchen eine ernsthafte Umkehr, einen veränderten Blick auf die Erde und einen neuen Lebensstil“, erklärt David. Jeder Einzelne müsse Rechenschaft ablegen für den Umgang mit dem Lebenshaus Gottes.

„Vorfahrt für Gottes Schöpfung, reicht es aus, was wir tun?“, fragt Pfarrer Ulrich Marstaller von der evangelischen Kirchengemeinde zu Beginn seiner Predigt. Das Bemühen vieler Menschen sei gegeben, aber die Umsetzung lasse zu wünschen übrig. „Alle sind für Ökologie, aber nur bis zur nächsten Kreuzung namens Bequemlichkeit“, fügt Marstaller hinzu. Auch der autofreie Sonntag habe sich in Oberkochen nicht etablieren können. Dabei habe Gott den Menschen zur Aufgabe gemacht, seine Welt verantwortungsvoll zu gestalten. Auch der Volkmarsberg sei ein herrliches, von Gott geschaffenes Stück Natur. Vorfahrt bedeute, sich an Gottes Schöpfung zu erfreuen, aber auch mit der Herausforderung, diese Natur zu erhalten. Für Christen bedeute dies, selbst Zeichen zu setzen.

Lothar Schell, Schwäbische Post

 


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